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Kinderbetreuung aus einer Hand Tag der offenen Tür im Kinderhaus Sankt Ursula - Einweihung neuer Räume Fast 25 Jahre nach der Eröffnung des Kindergartens Sankt Ursula in Steinach fand am Sonntag, 9. Oktober 2011 in einem feierlichen Akt die Segnung und Einweihung der neuen Räume, vor allem der Krippenräume, statt. Alle Interessierten konnten von 14 bis 17 Uhr das Kinderhaus beim Tag der offenen Tür besichtigen. Der Förderkreis Kindergarten Steinach hatte für Kinder aller Altersstufen verschiedene Spiel- und Unterhaltungsstationen vorbereitet, das Personal des Kinderhauses bot Führungen an, und der Elternbeirat sorgte im „Café" für das leibliche Wohl. Knapp 200000 Euro wird die Gemeinde Steinach für diese Maßnahme ausgeben.
Mit der Segnung und Einweihung der neuen Kinderkrippe und des verbundenen Umbaues wurde ein weiterer Meilenstein der Kinderbetreuung in der Gemeinde Steinach gesetzt. Für die Gemeinde Steinach galt es nicht nur die gesetzlichen Herausforderungen, wie Rechtsanspruch an einen Kindergartenplatz und ab 2013 Rechtsanspruch an einen Krippenplatz zu erfüllen, sondern besonders als Zukunftsaufgabe die Entwicklung und Bildung der Kinder zu fördern und die gesamte Gemeinde als Wohnort mit hervorragender Bedeutung in allen Belangen attraktiv zu gestalten.
Am Vormittag trafen sich die geladenen Gäste im Kinderhaus St. Ursula. Pfarrer Wolfgang Reischl und die evangelische Pfarrerin Astrid Sieber beteten für die Kinder und ein Haus, in dem für die Zukunft gelebt und gearbeitet werde. Pfarrer Wolfgang Reischl verglich sich in seinem persönlich gehaltenen Rückblick mit dem in der Lesung vorgekommenen Propheten Jeremia, der als unerschrockener Bußprediger, als religiöser Mahner auftrat und es zu Beginn seines Wirkens nicht leicht hatte. 2003 begann Pfarrer Reischl mit der Analyse des Hauses und stellte fest, wenn man nichts verändert hätte, dann wäre heute keine Segnung und Einweihung möglich. Pfarrer Reischl dankte allen Mitarbeitern und hob das außerordentlich gute Verhältnis zur Gemeinde Steinach hervor. Durch die großzügige finanzielle Unterstützung sei Steinach für viele Neubürger attraktiv. Die Trägerschaft des Kinderhauses liege zwar in der Hand der Katholischen Kirchenstiftung, aber die Gemeinde Steinach übernahm sämtliche Kosten des Umbaues von knapp 200 000 Euro.
Der Sprecher des Pfarrgemeinderates Hans Landstorfer zitierte die Börsenlegende André Kostolany, der auf die Frage, welche private Investition die wichtigste ist, nicht mit einer Aktienempfehlung antwortete, sondern: „Investieren Sie in die Ausbildung Ihrer Kinder!" An Pfarrer Wolfgang Reischl, Pfarrerin Astrid Sieber und Bürgermeister Karl Mühlbauer überreichte Landstorfer ein kleines Präsent.
Am Nachmittag nutzten viele Bürger die Möglichkeit, beim Tag der offenen Tür, das Kinderhaus zu besichtigen. Der Förderkreis des Kindergartens hatte für Kinder aller Altersstufen verschiedene Spielstationen vorbereitet und der Elternbeirat sorgte im „Café" für das leibliche Wohl.
Beginn des Kindergartens 1987 wurde der Kindergarten als zweigruppiger Kindergarten eröffnet. Die Kirchengemeinde St. Michael, vertreten durch Pfarrer Ludwig Dotzler, übernahm die Trägerschaft. Von Anfang an besuchten drei Gruppen diese Einrichtung. Schon im dritten Jahr des Bestehens war die Kinderzahl so angestiegen, dass eine zweite Nachmittagsgruppe eingerichtet werden musste. Da die Nachfrage und der Bedarf an Vormittagsplätzen stetig stiegen, dachte die Katholische Kirchenstiftung bald an eine Erweiterung. 1997 wurde unter Pfarrer Gerhard Mass der viergruppige Kindergarten verwirklicht. Anfang 2008 zeichnete sich ab, dass die Kinderzahl der 3-6jährigen leicht rückläufig ist; gleichzeitig stieg die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren. Deshalb wurde im September 2008 eine Kleinkindgruppe mit Kindern im Alter von zwei bis drei Jahren eingerichtet. Nur zwei Jahre später erhöhte sich abermals die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kleinsten. So trieben Pfarrer Wolfgang Reischl und Bürgermeister Karl Mühlbauer mit ihren Gremien die Planung und Umsetzung eines Umbaus der Kleinkindgruppe zur Kinderkrippe voran. Im Mai 2010 beschloss der Gemeinderat die Errichtung einer Kinderkrippe mit zwölf Plätzen. Träger dieser Einrichtung soll weiterhin die Katholische Kirchenstiftung Steinach bleiben. Die Gemeinde Steinach übernimmt sämtliche Kosten, die durch den Umbau entstehen sowie die Kosten für die erforderlichen Ausstattungsgegenstände. In einem weiteren Kraftakt von Pfarrei und Gemeinde wurde noch eine Nachmittagsbetreuung für Kindergarten- und Schulkinder im Alter von drei bis zehn Jahren eingerichtet. Knapp 200 000 Euro wird der Umbau des Kinderhauses kosten. In dieser Summe ist auch die neue Einzäunung und Außengestaltung des Kinderhauses enthalten, die allen Gruppen zugute kommt.
Zwei Nebenräume Die Kinderkrippe verfügt über zwei Nebenräume: einen Schlaf- beziehungsweise Ruheraum und einen Snoezelenraum zum Entspannen. Im Sanitärraum gehören eine Wickelkommode mit integrierter Treppe und Kleinstkinderbadebecken sowie eine Krippentoilette zur Einrichtung. Somit hervorragende Voraussetzungen für das Gerechtwerden des Pflegebedarfs. Der Garten wurde abgeteilt, und für die Kinder der Krippe steht für diverse Sandspiele ein schöner Sandkasten in Holzsteckweise zur Verfügung. Bei Sonnenschein kann er mittels eines großen Sonnensegels optimal beschattet werden. Für Abenteuer und mehr bietet die große Spieleburg genügend Gelegenheit. Auch für eine „Bobbycar-Rennstrecke" ist gesorgt.
Das Fachpersonal im Kinderhaus St. Ursula setzt sich aus fünf staatlich anerkannten Erzieherinnen und fünf Kinderpflegerinnen zusammen. Die Leitung der Kinderkrippe, Birgitt Schwanzer, macht derzeit die Zusatzausbildung zur Kleinstkindpädagogin. Eine Besonderheit des Teams ist, dass die fünf beschäftigten Kinderpflegerinnen sehr viel Berufserfahrung mitbringen. In der Kinderkrippe sind eine Erzieherin und zwei Kinderpflegerinnen beschäftigt, die Kindergartengruppen sind mit einer Erzieherin und einer Kinderpflegerin besetzt, und die Nachmittagsbetreuung leitet eine Erzieherin.
Baumaßnahme aus Sicht des Architekten Architekt Udo Blien aus Straubing war mit der Umbaumaßnahme betraut. Zur Schaffung einer Kinderkrippe mit 12 Plätzen musste in Abstimmung mit behördlicher Seite das geforderte Raumprogramm, die entsprechende Ausstattung sowie die Gestaltung der Außenflächen erfüllt werden. Dazu war es notwendig, sowohl Änderungen im Bestand als auch einen Neubau vorzunehmen. Umbauten waren vor allem im Sanitärbereich notwendig. Dazu wurde eine Teeküche aufgelöst, um Platz für den Kleinkinderwaschraum mit Wickelkommode und entsprechenden Sanitäreinrichtungen zu schaffen. Außerdem wurde ein Personal-WC so erweitert, dass es für Behinderte nutzbar wird. Weiterhin gab es Veränderungen an dem bestehenden Gruppenraum und Nebenraum, der zum Schlafraum umfunktioniert wurde. Eine neue Küchenzeile wurde eingebaut und geeignetes Spielgerät und Möblierung angeschafft.
Wartebereich für Eltern Die für den Betrachter wohl auffälligste Maßnahme dürfte der Anbau des Elternwartebereichs sein. Dieser eigene Baukörper mit Pultdach und in Holzrahmenbauweise setzt sich durch eine Verglasung optisch vom Bestand etwas ab und ist dennoch in unmittelbarer Nähe des Gruppenraumes. Hier können die Eltern während der Eingewöhnungsphase ihrer Kinder warten und die Kinderwagen geparkt werden. Die Möblierung ist so flexibel gestaltet, dass in dem 25 Quadratmeter großen Raum auch Sitzungen des Personals und andere Veranstaltungen stattfinden können. Durch die großzügige Verglasung erhält die Gangzone trotz des Anbaus weiterhin natürliches Licht. Im Garten entstanden neue zusätzliche Pflasterflächen als Fahrstrecke für die Kinder. Spielgeräte wurden umgesetzt und neue angeschafft. Die Grünflächen mussten nach der Baumaßnahme wieder hergestellt und Humus ergänzt werden und nicht zuletzt wurde der alte Zaun und einige Tore durch eine neue Schlosserarbeit ersetzt. Insgesamt leisteten mehr als 20 Firmen ihren handwerklichen Beitrag zum Gelingen der Baumaßnahme.
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Öffnungszeiten der Gemeinde
| Mo bis Fr | 08:00 - 12:00 Uhr |
| Mo + Di | 13:30 - 15:00 Uhr |
| Mi | 13:30 - 18:00 Uhr |
| Do | 13:30 - 15:00 Uhr |
















Bürgermeister Karl Mühlbauer betonte, dass der Umbau durch die Katholische Kirchenstiftung und Architekt Udo Blien hervorragend umgesetzt wurde und die Kinder in Zukunft von erfahrenen und fachlich ausgezeichneten Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen betreut werden. Die Gemeinde Steinach habe gegenüber den Eltern eine gewisse Fürsorgepflicht der Kinderbetreuung, die im Rahmen eines Kinderhauses angeboten wird, zu erfüllen. Mit der Kinderkrippe, dem Kindergarten, der Ganztagsbetreuung im Kindergarten mit der Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern sowie der Mittagsbetreuung an der Grundschule, die heuer auf zwei Gruppen erweitert wurde, kann die Gemeinde Steinach nun vielen Bedürfnissen nachkommen. Bürgermeister Karl Mühlbauer dankte Pfarrer Reischl für die Übernahme und Betreuung der Baumaßnahme. Ein besonderer Dank galt der Leitung des Kinderhauses Gabi Berger, der Leiterin der Kinderkrippe Birgit Schwanzer, allen Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen und dem gesamten Personal der Kindertagesstätte St. Ursula für den hohen Einsatz, um dem vorgegebenen Bildungs- und Erziehungsauftrag gerecht zu werden.








