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Aus der Geschichte der Gemeinde Steinach

Gdebote_Titel_Stich_-1Die Gemeinde Steinach in ihrer heutigen Gestalt und Ausdehnung ist durch Eingliederung der einst selbständigen Gemeinden Agendorf (1974) und Münster (1978) im Rahmen der Gebietsreform entstanden. Alle drei Gemeindeteile können auf eine sehr alte und bedeutende Vergangenheit zurückblicken. Älteste Spuren von Menschen im Straubinger Raum fand man in einer Höhle am Buchberg in Münster, die bereits um 50 000 v.Chr. von Neandertalern benutzt wurde. Viele Indizien deuten darauf hin, dass in Münster im 8. Jahrhundert ein Benediktinerkloster gegründet wurde, das aus Rom die Reliquien des hl. Tiburtius, eines römischen Märtyrers erhielt. Herzog Tassilo III. bzw. sein Vater Odilo werden als Stifter genannt. Mit Niederalteich und Metten gehörte das Kloster Münster als sogenanntes Donau- und Rodungskloster zu den Ältesten klösterlichen Siedlungen Bayerns. Auch der Ortsname "Münster" (lat. monasterium = Kloster) deutet darauf hin, dass hier einst Mönche lebten, beteten und arbeiteten. Feldkirchen im Gäuboden gehörte zur Grundausstattung, denn ohne wirtschaftlichen Rückhalt wäre die umfangreiche Kultivierungsarbeit nicht durchführbar gewesen. Dieses Urkloster Münster soll in den Ungarnstürmen des 10. Jahrhunderts untergegangen sein. Nicht zugrunde gehen konnte der reiche Grundbesitz des Klosters. Er bildete Anfang des 12. Jahrhunderts die Grundlage für die Entstehung eines Kollegiatstifts. Die zehn meist adeligen und studierten Chorherren errichteten die heute noch bestehende romanische Stiftskirche St. Tiburtius und für die Einwohner des Dorfes die Pfarrkirche St. Martin. Die Pröpste des Stifts widmeten sich neben der Seelsorge auch der Politik und den Wissenschaften und gelangten dadurch zu Berühmtheit. Dem Stift waren die Pfarreien St. Martin in Münster, Feldkirchen, Ascha und Stallwang inkorporiert und es besaß die Hofmarken Münster und Öberau, einen Schwaighof in Aholfing und einen großen Forst zwischen Münster und Falkenfels. Die Chorherren lebten nach der alten Aachener Regel, kannte also nicht das Gebot der Armut. So besaßen sie eigene Häuser, die heute noch teilweise erhalten sind. Im Rahmen der Gegenreformation wurde das Chorherrenstift Pfaffmünster, wie man es auch nannte, auf Betreiben der bayerischen Herzöge und mit Genehmigung des Papstes nach Straubing an die dortige Bürgerkirche St. Jakob verlegt. Die Herzöge beabsichtigten mit der Stiftsverlegung, den noch immer starken lutherischen Bestrebungen in der widerspenstigen Vitztumstadt entgegenzuwirken. In Straubing benannte sich das Kollegiatstift nun nach St. Jakobus und St. Tiburtius. Der heilige Tiburtius wurde dort auch zweiter Stadtpatron und zweiter Pfarrpatron. Die alte Stiftskirche in Münster fand Verwendung als Pfarrkirche und war dem Straubinger Stift bis zu dessen Auflösung im Jahr 1803 einverleibt.

 

Das Ortsbild von Steinach beherrschen zwei charakteristische Bauwerke: das Alte Schloss auf einem Bergrücken im Westen und die Pfarrkirche St. Michael als Gegenpol im Osten des Dorfes. Adelige Schlossherren und Geistlichkeit bestimmten über ein Jahrtausend die Geschicke des Ortes und der näheren Umgebung. Das alte Schloss Steinach und die vorausgegangene Steinacher Burg, von der heute nur noch bescheidene Mauerreste auf der Bergspitze vorhanden sind, können auf eine reiche und bewegte Geschichte zurückblicken. Als Lehensleute des Augsburger Domkapitels, der Grafen von Bogen und der bayerischen Herzöge später auch als eigene Herren verwalteten die Burg- und Schlossbesitzer die übertragenen Güter und übten in der Hofmark Steinach die niedere Gerichtsbarkeit über die hörigen Bauern aus. Im Jahre 1549 errichtete die damalige Herrschaftsinhaberin und Ritterswitwe Anna von der Wart aus den Bruchsteinen der alten Burg das heutige Herrenhaus, ein stattlicher Renaissancebau, der zum Mittelpunkt des Schlossgutes wurde. Von den zahlreichen Adelgeschlechtern sind vor allem die Ritter "de Steinaha", die Rainer, die Warter von der Wart, die Hundt von Sulzemoos, die Herwart von Hohenburg und die Berchem von Königsfeld zu nennen. Große Umgestaltungen im Schlossgut fanden unter Dr. August von Schmieder am Anfang des vorigen Jahrhunderts statt. Schmieder errichtete auch das Neue Schloss Steinach auf dem Singberg zwischen Steinach und Münster, das als feudalstes Luxusschloss Niederbayerns galt. Dieses Schloss ging 1939 auf das Unternehmen "Reichsautobahnen" über und war während des 2. Weltkriegs eine geheime Dienststelle der NSDAP. Beim Anrücken der amerikanischen Truppen wurden die oberen Hauptgebäude des Neuen Schlosses von SS-Soldaten in Brand gesteckt und damit weitgehend zerstört. Nach dem Krieg fanden in den noch bestehenden Wirtschaftsgebäuden und im Barackenlager viele Flüchtlinge aus den Ostgebieten eine vorübergehende Bleibe.

Das Alte Schloss im Ort selbst wurde Mitte der 80iger Jahre durch den Bauunternehmer Lindbüchl in ein Jagd- und Schlosshotel umgestaltet. Bald darauf erfolgte der Umbau in eine Reha-Klinik, die jedoch nach einigen erfolgreichen Jahren den Betrieb einstellen musste. Ein Teil der Schlossanlage wurde kurzzeitig als Pflegeheim des Landkreises Straubing-Bogen genutzt. Heute werden die Wohnungen in der Schlossanlage vermietet und ein Restaurant befindet sich in der Schlossanlage.

 

Mehr als anderswo spürte man in der Gemeinde Agendorf die ordnende Hand des bayerischen Minsters Graf von Montgelas. Sitz der Gemeindeverwaltung wurde bei der Gemeindebildung Anfang des 19. Jahrhunderts nicht etwa das im nördlichen Gemeindezipfel gelegene größere Wolferszell, sondern das nur halb so große zentrale Agendorf, das der Gemeinde auch den Namen gab. In Agendorf wurde also eine "Kunstgemeinde" geschaffen, aus mehreren selbstständigen Ortschaften, ohne eigene Pfarrei und Pfarrkirche und ohne Schule. Das Gebiet um Agendorf und Wolferszell ist uraltes Siedlungsland. Die Funde aus den Hügelgräbern bei Hoerabach und Muckenwinkling beweisen, dass hier in der Bronzezeit vor etwa 3 500 Jahren Menschen lebten, die ihre Toten meist verbrannten und die Reste in Grabhügeln bestatteten. Im Hochmittelalter treffen wir auch in Agendorf auf das Augsburger Domkapitel als Grundbesitzer. In Wolferszell wird um 1147 der Edle Gerhoch genannt, der zu einem Kreuzzug aufbricht und wohl auf dem Kapflberg seine Burg hatte. Das dortige Kirchlein könnte einst eine Burgkapelle gewesen sein. Die vorteilhafte Lage an einer stark frequentierten Handels- und Völkerstraße war sicher mit ein Grund für den Bau des Wirtshauses in Wolferszell, das schon sehr früh urkundlich erwähnt wird.

 

Die  drei Gemeindeteile sind zwischenzeitlich auf vielfältige Weise zu einer homogenen Einheit zusammengewachsen, konnten sich aber dennoch in weiten Bereichen ihre charakteristischen Eigenarten bewahren. 

 

Öffnungszeiten der Gemeinde

Mo bis Fr 08:00 - 12:00 Uhr
Mo  +  Di 13:30 - 15:00 Uhr
Mi 13:30 - 18:00 Uhr
Do 13:30 - 15:00 Uhr

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